Gauck ermutigt Peru zur Auseinandersetzung mit Vergangenheit

Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seinem Staatsbesuch in Peru zu einer offensiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermutigt. Angesichts von bürgerkriegsähnlichen Konflikten in dem südamerikanischen Land in den 80er und 90er Jahren sagte Gauck, die Anerkennung von Schuld werde eine Nation nicht ruinieren. Es dürfe allerdings nicht nur «an die jeweiligen Schandtaten der Gegenseite» erinnert werden. Bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen der linken Guerilla Sendero Luminoso und den Militärs waren etwa 70 000 Menschen ums Leben gekommen.