Gauck in Peru: Bekenntnis zur Schuld kann Nationen stärken

Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seinem Staatsbesuch in Peru an die deutsche Erfahrung mit zwei Diktaturen erinnert und einen konsequenten Umgang mit der Vergangenheit angemahnt. Auch Deutschland habe mühsam lernen müssen, sich der nationalsozialistischen und der DDR-Vergangenheit zu stellen. Das sagte Gauck am «Ort der Erinnerung» in der Hauptstadt Lima. In Peru waren bei bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen zwischen der linken Guerilla «Leuchtender Pfad» und den Militärs seit den 1980er Jahren etwa 70 000 Menschen ums Leben gekommen.