Gauck nennt Massaker an Armeniern erstmals «Völkermord»

Bundespräsident Joachim Gauck hat die Massaker an mehreren hunderttausend Armeniern im Ersten Weltkrieg erstmals klar als «Völkermord» bezeichnet. Zugleich räumte Gauck ein, dass Deutschland eine Mitverantwortung dafür trage. Das Staatsoberhaupt setzte sich damit über Bedenken hinweg, dass die Qualifizierung des damaligen Geschehens als «Völkermord» die Beziehungen zur Türkei beschädigen könnte. Morgen will der Bundestag dazu eine Erklärung auf den Weg bringen.