Gauck spricht in der Mongolei über Rohstoffe und China

Bundespräsident Joachim Gauck hat seine knapp einwöchige Ostasienreise mit politischen Gesprächen in der Mongolei fortgesetzt. Gauck wurde von Staatspräsident Tsakhia Elbegdorj mit militärischen Ehren in der Hauptstadt Ulan Bator empfangen.

Gauck spricht in der Mongolei über Rohstoffe und China
Wolfgang Kumm Gauck spricht in der Mongolei über Rohstoffe und China

Beim Treffen der beiden Politiker dürfte es auch um die schwierige Situation des Landes zwischen seinen mächtigen Nachbarn Russland und China gehen.

Gauck will auch mit Studenten und Dozenten der Deutsch-Mongolischen Hochschule für Rohstoffe und Technologie sprechen. Sie war 2011 als Beitrag zur Rohstoffpartnerschaft beider Länder auf den Weg gebracht worden. Das Entwicklungsministerium stellt bis 2016 insgesamt 4 Millionen Euro für das Projekt bereit. Derzeit gibt es etwa 75 Studenten und einige deutsche Lehrer.

Die Mongolei gilt als eines der rohstoffreichsten Länder der Erde - es geht vor allem um Kohle, Kupfer, Gold, Uran und seltene Erden, die etwa zum Bau von Mobiltelefonen benötigt werden. Die Wirtschaft ist in großem Umfang von Exporten nach China abhängig. Die Mongolei ist etwa viereinhalb mal so groß wie die Bundesrepublik, mit einer Bevölkerung von rund 3 Millionen Menschen aber der am dünnsten besiedelte Flächenstaat der Erde.