Gauck zieht mit Völkermord-Aussage Ärger der Türkei auf sich

Knapp ein Jahr nach seiner Kritik an der Politik des jetzigen Staatsoberhaupts Recep Tayyip Erdogan hat sich Bundespräsident Joachim Gauck erneut den Ärger der Türkei zugezogen. Das türkische Volk werde Gauck seine Aussagen nicht vergessen und nicht verzeihen, erklärte das Außenministerium in Ankara. Auslöser der harschen Worte: Gauck hatte die Massaker im Osmanischen Reich an bis zu 1,5 Millionen Armeniern im Ersten Weltkrieg erstmals klar als Völkermord bezeichnet. Die Türkei als Nachfolgestaat des Osmanischen Reichs lehnt die Bezeichnung Völkermord ab.