Gedenken an Pogromnacht: Gauck weiht Denkmal ein

Bundespräsident Joachim Gauck erinnert heute in Brandenburg an die Opfer der nationalsozialistischen Pogromnacht. Diese jährt sich zum 75. Mal. In Eberswalde wird das Staatsoberhaupt ein Denkmal einweihen.

Gedenken an Pogromnacht: Gauck weiht Denkmal ein
Patrick Pleul Gedenken an Pogromnacht: Gauck weiht Denkmal ein

Dort errichteten Künstler auf dem Fundament der zerstörten Synagoge eine Skulptur. Am Abend hält der Bundespräsident in Frankfurt (Oder) die Festrede vor einem Gedenkkonzert des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt. Auch in vielen anderen Städten wird an diesem Wochenende der Opfer der Pogromnacht gedacht.

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 verwüsteten Nationalsozialisten in Deutschland etwa 7500 jüdische Geschäfte und Einrichtungen. Sie steckten einen Großteil der rund 1200 Synagogen und Gebetshäuser in Brand. Mehr als 1300 Tote wurden gezählt.

Die Pogromnacht gilt als Auftakt zur systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Allein am 10. November verschleppten die Nationalsozialisten mehr als 30 000 Juden in Konzentrationslager.