Geiselnahme in Ingolstädter Rathaus

Im Ingolstädter Rathaus hat ein Mann mehrere Menschen als Geiseln genommen. Der Mann sei nach eigenen Angaben bewaffnet und habe zunächst keine Forderungen gestellt, sagte Polizeisprecher Günther Beck vom Polizeipräsidium der bayerischen Stadt.

Geiselnahme in Ingolstädter Rathaus
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Es gebe regelmäßigen Kontakt des Krisenstabes zum Geiselnehmer. Nähere Erkenntnisse über die Waffe und die Anzahl der Geiseln gab es nach Angaben des Sprechers zunächst nicht. Nach Medienberichten könnte Ingolstadts Dritter Bürgermeister Sepp Mißlbeck (Freie Wähler) unter den Geiseln sein, zudem soll mittlerweile ein Spezialeinsatzkommando der Polizei vor Ort sein. Beides wurde von dem Polizeisprecher jedoch nicht bestätigt. Oberbürgermeister Alfred Lehmann (CSU) sei in Sicherheit, erklärte Beck.

Für Montag um 17 Uhr war ein Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) direkt an dem inzwischen gesperrten Rathausplatz geplant. Zunächst war unklar, ob die Veranstaltung wegen der Geiselnahme abgesagt wird. Einen Zusammenhang zwischen dem Merkel-Besuch und der Geiselnahme sieht die Polizei nicht.

Der Geiselnehmer war am Montagmorgen kurz vor 9 Uhr in das Alte Rathaus der oberbayerischen Stadt gegangen und hatte die Geiseln genommen. Derzeit werde versucht, die Geiselnahme unblutig zu beenden, erklärte die Polizei.