Geldpolitischer Fed-Ausschuss steht hinter Bernanke

Der geldpolitische Ausschuss der US-Notenbank Fed (FOMC) steht hinter dem von Fed-Chef Ben Bernanke signalisierten Beginn der Drosselung des Anleihekaufprogramms noch in diesem Jahr.

«Fast alle Mitglieder sind weitgehend zufrieden mit dieser Absicht», heißt es im am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) der Sitzung vom 30. und 31. Juli.     

«Wenige Mitglieder haben jedoch Geduld bei der Rückführung des Programms angemahnt.» Man solle zuerst noch weitere Wirtschaftsdaten abwarten, bevor man über Änderungen des Programms entscheidet, heißt es. Einige wenige andere Mitglieder forderten hingegen, eine baldige «gewisse Verlangsamung» der Anleihekäufe.

Die Notenbank kauft derzeit Anleihen im Wert von 85 Milliarden US-Dollar im Monat. Die Fed hatte dieses drittes Anleihekaufprogramm (QE3) im Dezember 2012 beschlossen. Kurz darauf setzte jedoch angesichts der verbesserten Wirtschaftslage eine Debatte darüber ein, wann die Käufe zurückgeführt werden. Bernanke hatte auf der Sitzung am 19. Juni erstmals einen Zeitplan für die Rückführung des dritten Anleihekaufprogramms signalisiert.     

Demnach könnten die Käufe im laufenden Jahre gedrosselt und im kommenden Jahr beendet werden. Entscheidend sei hierfür aber die wirtschaftliche Entwicklung und vor allem die Lage am Arbeitsmarkt. Die Mehrheit der Beobachter gehen von dem Beginn der Rückführung noch im September aus. Viele Experten halten dies auch im Dezember für möglich.