Genfer Atomgespräche mit Iran fortgesetzt

Der Iran und die fünf UN-Vetomächte plus Deutschland haben am Mittwoch in Genf ihre Gespräche über das umstrittene Atomprogramm Teherans fortgesetzt. Mit neuen Vorschlägen hatte der Iran am Dienstag vorsichtig optimistische Reaktionen ausgelöst.

Am Mittwoch wollen beiden Seiten einen genauen Fahrplan für weitere Verhandlungen ausarbeiten, die voraussichtlich auf Außenministerebene angesiedelt werden sollen. Nach Angaben des iranischen Vizeaußenministers Abbas Araghchi sollen die nächsten Verhandlungen im November ebenfalls in Genf stattfinden.

Die Vetomächte und Deutschland wollen Sicherheiten, dass das iranische Atomprogramm friedlicher Natur ist und das Land nicht insgeheim Atombomben bauen lässt.

Vertreter Irans und der USA waren nach Angaben iranischer Medien am Dienstagabend am Rande des Treffens zusammengekommen. Details zu der Zusammenkunft von Araghchi und der amerikanische Staatssekretärin Wendy R. Sherman wurde nicht bekannt.

Teheran beharrt auf sein Recht auf ein friedliches Atomprogramm einschließlich Urananreicherung, ist nach eigener Darstellung aber bereit, die Anreicherung von Uran für die Stromerzeugung und medizinische Zwecke auf 5 Prozent zu begrenzen und die Atomanlagen einfacher kontrollieren zu lassen. Die sogenannte 5+1-Gruppe - bestehend aus China, Großbritannien, Frankreich, Russland, den USA und Deutschland - sorgt sich vor einer Anreicherung auf 20 Prozent, weil dieses Material schnell in bombenfähiges Material umgewandelt werden könnte.