Gericht entscheidet über Waffenbesitz von Rocker-Funktionären

In Bayern haben die Behörden führenden Motorradrockern die Waffenscheine entzogen. Die Behörden erklärten: Die Position der Rocker rechtfertige die Annahme, dass sie Waffen missbräuchlich verwenden könnten.

Gericht entscheidet über Waffenbesitz von Rocker-Funktionären
Marius Becker Gericht entscheidet über Waffenbesitz von Rocker-Funktionären

Zudem bewegten sich bestimmte Rockergruppen in einem kriminellen Umfeld, in dem Rauschgifthandel und andere Straftaten begangen würden. Ob der Entzug der Waffenerlaubnis alleine mit dieser Begründung zulässig ist, entscheidet heute das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Geklagt hatten der Präsident der «Bandidos MC Regensburg» sowie der Chef und sein Vize der «Bandidos MC Passau».

Alleine auf den Namen des Präsidenten der Regensburger Bandidos sind 13 Waffen registriert. Außerdem durfte er mit behördlicher Genehmigung Sprengstoff besitzen. Die beiden anderen Männer waren zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen berechtigt. Als den Landratsämtern die Stellung des Trios innerhalb der Rockerszene bekannt wurde, widerriefen die Behörden die Waffenscheine, weil die Männer die erforderliche Zuverlässigkeit nicht hätten.