Gericht entscheidet über Schmerzensgeld wegen kaputter Zugtoilette

Gericht entscheidet über Schmerzensgeld wegen kaputter Zugtoilette
Haralt Tittel Gericht entscheidet über Schmerzensgeld wegen kaputter Zugtoilette

Eine Frau hatte die Bahn auf Schmerzensgeld in Höhe von 400 Euro verklagt, weil im Oktober 2014 in einer Regionalbahn von Koblenz nach Trier die einzige Zugtoilette defekt war. Nach fast zweistündiger Fahrt habe sie bei Ankunft im Trierer Bahnhof ihren Harndrang nicht mehr unterdrücken können.

In erster Instanz hatte das Amtsgericht ihr 200 Euro Schmerzensgeld zugesprochen, weil die Bahn sich einer Pflichtverletzung schuldig gemacht habe. Die Bahn legte dagegen Berufung ein, obwohl sie ein Schmerzensgeld nicht ablehnt: Ihrer Ansicht nach gibt es in einem Nahverkehrszug keinen Rechtsanspruch auf eine funktionierende Toilette.

Der Präsident des Trierer Landgerichts, Thomas Henrichs, hatte bei einer mündlichen Verhandlung erkennen lassen, dass er Zweifel an der Forderung nach Schadensersatz hat.