Gericht lehnt Anklage gegen Bushido ab

Die Anklage gegen den Rapper Bushido (35) wegen seines umstrittenen Liedes «Stress ohne Grund» ist vorerst vom Tisch. Das Amtsgericht Tiergarten habe die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag und bestätigte damit einen Bericht des «Tagesspiegels».

Die Staatsanwaltschaft zeigte sich nicht einverstanden. «Wir werden Beschwerde einlegen», sagte ein Sprecher auf Nachfrage. Die Anklagebehörde hatte Bushido Volksverhetzung, Beleidigung und Gewaltdarstellung vorgeworfen. «Stress ohne Grund» enthalte Tötungs- und Gewaltfantasien sowie schwulenfeindliche Parolen.

Namentlich werden in dem Song etwa Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordete Serkan Tören genannt. Beide hatten im Sommer Anzeige erstattet.

Die Berliner Justiz ermittelt noch in anderen Fällen gegen Bushido, so wegen Steuerhinterziehung. Dazu äußerte sich Bushido bislang nicht.