Gericht spricht Sozialarbeiter nach Tod von Mutter und Kind frei

Nach dem Tod einer Drogensüchtigen und ihres zwei Jahre alten Sohnes hat das Landgericht Leipzig den zuständigen Sozialarbeiter freigesprochen. Der 42-Jährige habe keine seiner Pflichten vernachlässigt, urteilte das Gericht. Mit seiner Entscheidung folgte es dem Antrag des Verteidigers. Dieser hatte ausgeführt, sein Mandant habe zu keinem Zeitpunkt einen konkreten Anhaltspunkt dafür gehabt, dass das Wohl des Kindes gefährdet sei. Die 26 Jahre alte Mutter war im Juni 2012 an einem Drogencocktail gestorben, das Kind verhungerte und verdurstete.