Gericht will NSU-Prozess nach Befangenheitsantrag fortsetzen

Das Oberlandesgericht (OLG) München will heute den NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mitangeklagte mutmaßliche Terrorhelfer fortsetzen.

Gericht will NSU-Prozess nach Befangenheitsantrag fortsetzen
Peter Kneffel Gericht will NSU-Prozess nach Befangenheitsantrag fortsetzen

Die letzten vier Verhandlungstage waren nach einem Befangenheitsantrag des mitangeklagten Ralf Wohlleben ausgefallen. Über den Antrag war auch am Mittwochnachmittag noch keine Entscheidung gefallen. Beobachter erwarten sie spätestens bis zum Beginn der Verhandlung.

Als Zeugen für Donnerstag hat das Gericht drei Kripo-Ermittler geladen. Unklar war, ob die von Zschäpe angekündigte Aussage zur Sprache kommen wird; und ob auch Wohlleben seine Aussage offiziell ankündigen wird. Beide schweigen bisher in dem seit zweieinhalb Jahren dauernden Verfahren. Angeblich wollen sie aber jetzt aussagen.

Zschäpe muss sich im NSU-Prozess als mutmaßliche Mittäterin für die Serie von zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen verantworten, die die Anklage dem «Nationalsozialistischen Untergrund» vorwirft. Wohlleben soll die wichtigste Tatwaffe vom Typ «Ceska» beschafft haben.