Geringere Katastrophen-Schäden: Hannover Rück erhöht Gewinnprognose

Die Katastrophen-Schäden sind beim weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück zuletzt geringer ausgefallen als erwartet - das Unternehmen wird daher mutiger.

Geringere Katastrophen-Schäden: Hannover Rück erhöht Gewinnprognose
Daniel Reinhardt Geringere Katastrophen-Schäden: Hannover Rück erhöht Gewinnprognose

Im laufenden Jahr rechnet Vorstandchef Ulrich Wallin statt mit 875 Millionen nun mit rund 950 Millionen Euro Gewinn. Dies kündigte der Manager am Mittwoch zur Vorlage der Zwischenbilanz in Hannover an. Ein weiterer Grund hierfür sind auch lukrative Finanzgeschäfte.

Die Hannover Rück habe zur Jahresmitte mit etwa 532 Millionen Euro schon deutlich mehr als die Hälfte des neuen Gewinnziels erreicht. Analysten hatten allerdings noch etwas mehr Profit erwartet.

Am teuersten kamen den Rückversicherer zuletzt Sturm «Niklas» und eine Explosion auf einer Bohrinsel im Golf von Mexiko zu stehen. Dennoch setzte sich das Gewinnplus aus dem ersten Jahresviertel fort.

In den Monaten April bis Juni verdiente die Hannover Rück unter dem Strich 252 Millionen Euro - 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Brutto-Prämieneinnahmen zogen auch dank des starken US-Dollars um knapp 22 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro an. Die Gewinne aus Kapitalanlagen legten um fast 11 Prozent zu.