German Pellets: Insolvenzantrag in Eigenverwaltung abgelehnt

Der Wismarer Brennstoff-Hersteller German Pellets ist nach eigener Darstellung mit seinem Insolvenzantrag in Eigenverwaltung bei Gericht vorerst gescheitert. Das zuständige Amtsgericht in Schwerin habe zunächst kein solches Insolvenzverfahren angeordnet.

Die Anwältin Bettina Schmudde von der Kanzlei White&Case sei als vorläufige Insolvenzverwalterin eingesetzt worden. Sie solle nun prüfen, ob eine Eigenverwaltung möglich sei. Das bestätigte der Sprecher des neuen German-Pellets-Geschäftsführers Frank Günther am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das «Handelsblatt» über die Ablehnung des Antrags berichtet.

Das «Handelsblatt» zitierte Günther mit den Worten: «Mit der Entscheidung hat sich das Gericht über sieben große Gläubiger hinweggesetzt. Das ist ein einmaliger Vorgang.» Günther ist Restrukturierungsexperte und war erst am Mittwoch in die Geschäftsführung von German Pellets eingetreten.

Eine Insolvenz in Eigenverwaltung ist eine Variante des Insolvenzrechts. Dabei kann die Geschäftsleitung im Amt bleiben, ihr wird allerdings ein sogenannter Sachwalter zur Seite gestellt.