Germanwings streicht 100 Flüge wegen Streiks

Wegen des angekündigten Pilotenstreiks muss die Lufthansa-Tochter Germanwings am Donnerstag rund 100 von 500 Flügen streichen.

Das kündigte ein Sprecher der Fluglinie am Mittwochnachmittag an. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte in Berlin: «Ich bedauere, dass gerade am Ferienende wieder tausende Menschen betroffen sein werden.» Laut Germanwings sind im Streikzeitraum allein 1100 Babys und Kinder auf Flüge der Linie gebucht. In Nordrhein-Westfalen gehen mit dieser Woche die Herbstferien zu Ende.

Im Streit um die Übergangsrente der Flugkapitäne hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ab Donnerstag 12.00 Uhr zu einem zwölfstündigen Ausstand bei Germanwings aufgerufen. Ein Teil der Germanwings-Flüge wird von der Lufthansa-Tochter Eurowings abgewickelt.

Schwerpunkt bei der Flugplanung sei es, die Urlauber aus dem Mittelmeerraum zurückzubringen, sagte der Germanwings-Sprecher. Dies klappe nach bisherigem Stand komplett.

Inlandsflüge fielen dagegen weg, die Passagiere könnten ab mittags auf die Bahn umsteigen. Die Lokführer wollen ihren Ausstand am Donnerstagmorgen um 4.00 Uhr beenden, erfahrungsgemäß kommt es danach aber noch für eine Weile zu Behinderungen im Bahnverkehr.