Gerry Weber kämpft mit der Flaute am Modemarkt

Die Modekette Gerry Weber leidet weiterhin unter der Flaute am deutschen Modemarkt. Rabattschlachten auf Saisonware und höhere Aufwendungen durch die Expansion der Kette sowie die Übernahme des Konkurrenten Hallhuber setzten dem MDax-Konzern zu, wie er am Freitag mitteilte.

Gerry Weber kämpft mit der Flaute am Modemarkt
Bernd Thissen Gerry Weber kämpft mit der Flaute am Modemarkt

Hinzu kamen höhere Abschreibungen, so dass der Periodenüberschuss im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juli auf 0,3 Millionen Euro sank. Im Jahr zuvor hatte an gleicher Stelle noch ein Wert von 10,4 Millionen Euro gestanden.

Der Umsatz erhöhte sich durch die neu hinzugekommenen Hallhuber-Filialen um 5,6 Prozent auf 197,8 Millionen Euro. Mit den Marken Gerry Weber, Taifun und Samoon setzte der Konzern hingegen weniger um. Gerry Weber zufolge hielten sich die Handelspartner mit Bestellungen zurück.

Gerry Weber hat bereits angekündigt, Stellen abzubauen und das Expansionstempo in Deutschland etwas zu drosseln. Im Geschäftsjahr 2014/15 (31. Oktober) will der Konzern den Umsatz im hohen einstelligen Prozentbereich steigern. Das operative Ergebnis soll nach der Prognose zeitgleich um bis zu einem Viertel sinken.