Gewinne trotz Haushaltsstopp in den USA

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag zunächst kaum vom Haushaltsstopp in den USA beeindrucken lassen. Die nun zu großen Teilen gelähmte Verwaltung in der größten Volkswirtschaft der Welt sei zwar keine gute Nachricht, sagten Händler.

Nach dem Streit der vergangenen Tage sei es aber keine Überraschung mehr gewesen, dass sich der Kongress in Washington nicht auf einen Haushaltsentwurf habe einigen können. Der Dax gewann bis zum Mittag 0,60 Prozent auf 8646 Punkte. Der MDax mittelgroßer Werte stieg um 0,60 Prozent auf 15 124 Punkte. Der TecDax drehte nach schwächerem Start ebenfalls ins Plus und stieg um 0,20 Prozent auf 1086 Punkte. Auch im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es 0,59 Prozent aufwärts.

Bei den Einzelwerten fielen vor allem die Konsumgüterwerte von Henkel mit einem Kursverlust von knapp anderthalb Prozent negativ auf. Grund für den Abwärtssog waren laut Händlern Sorgen um den britisch-niederländischen Rivalen Unilever, der unter der Nachfrageschwäche in Schwellenländern leidet. Beiersdorf konnten sich nach anfänglichen Verlusten wieder fangen und lagen zuletzt mit einem halben Prozent im Plus.

Die Aktien von Dürr gehörten mit einem Kursaufschlag von rund fünf Prozent zu den klaren MDax-Favoriten. Bessere Geschäfte seit dem Sommer stimmen den Anlagen- und Maschinenbauer zuversichtlicher. Ein Händler sah die Aussagen als tendenzielle Kursstütze, warnte aber am Morgen vor Gewinnmitnahmen, die im weiteren Verlauf einsetzen könnten. Deutschlands Maschinenbauer freuten sich zudem über das erste Auftragsplus seit drei Monaten. Papiere von Gildemeister gewannen fast zwei Prozent hinzu, Gea Group mehr als ein Prozent.