Gladbach beendet Krise - Raffael trifft gegen Ex-Club

Dank Spielgestalter Raffael hat Borussia Mönchengladbach seine Mini-Krise in der Fußball-Bundesliga beendet.

Gladbach beendet Krise - Raffael trifft gegen Ex-Club
Federico Gambarini Gladbach beendet Krise - Raffael trifft gegen Ex-Club

Der Brasilianer stoppte gegen seinen Ex-Club Hertha BSC Berlin seine Durststrecke von sieben Spielen ohne Tor und führte die «Fohlen» nach zuvor drei Niederlagen in Serie zu einem verdienten 3:2 (1:1)-Erfolg. Nachdem Tony Jantschke das Team von Trainer Lucien Favre gegen dessen ehemaligen Verein vor 50 190 Zuschauern in der neunten Minute in Führung gebracht hatte, glich Julian Schieber unmittelbar vor dem Pausenpfiff für die Berliner aus.

Doch in der 53. Minute sorgte Raffael mit seinem dritten Saisontor für die erneute Gladbacher Führung, ehe Thorgan Hazard alles klar machte (83.). Der Anschlusstreffer durch den eingewechselten Salomon Kalou per Strafstoß in der Nachspielzeit kam für die Gäste zu spät.

Favre hatte seine zuletzt etwas aus dem Tritt geratene Mannschaft im Vergleich zum 0:1 beim VfL Wolfsburg auf drei Positionen verändert. Für André Hahn, Havard Nordtveit und Oscar Wendt standen Hazard, Granit Xhaka und Julian Korb in der Startelf. Auch der während der Woche angeschlagene Raffael war von Beginn an dabei, dafür musste Abwehrchef Martin Stranzl erneut passen.

Gegen die defensiv eingestellten Berliner übernahmen die Gladbacher von Beginn an das Kommando und gingen bereits in der neunten Minute in Führung. Nach einem Hazard-Freistoß entwischte Jantschke seinem Gegenspieler Nico Schulz und köpfte aus kurzer Entfernung ein. Danach kontrollierten die Hausherren die Partie, taten sich gegen die Gastgeber, die die Räume sehr eng machten, aber schwer, Chancen herauszuspielen. Lediglich Raffael und Nationalstürmer Max Kruse prüften Hertha-Keeper Thomas Kraft mit zwei Fernschüssen (23.).

Die Berliner, bei denen Ronny, der Bruder von Gladbachs Spielgestalter Raffael, zunächst nur auf der Bank saß, erspielten sich im ersten Durchgang dagegen zunächst überhaupt keine nennenswerte Möglichkeit. Der ins Team gerutschte Schieber konnte sich als einzige Spitze anfangs gar nicht in Szene setzen. Auch Änis Ben-Hatira sorgte von der rechten Seite für keine Akzente.

Umso erstaunlicher war es, dass ausgerechnet die beiden bis dato völlig harmlosen Offensivkräfte Sekunden vor der Pause für den überraschenden Ausgleich sorgten. Nach Flanke von Ben-Hatira ließ Gladbachs Stranzl-Vertreter Roel Brouwers in seinem Rücken Schieber laufen, so dass dieser zum 1:1 einköpfen konnte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Borussia wieder den Druck. Nach feinem Zuspiel von Alvaro Dominguez brauchte Raffael in der Mitte nur noch zur erneuten Führung einschieben. Der Brasilianer traf damit erstmals seit fast zweieinhalb Monaten. Zuletzt hatte Raffael, der kurz darauf leicht verletzt vom Platz musste, am 6. Spieltag beim 2:1-Erfolg in Paderborn ein Erfolgserlebnis feiern können.

Ohne ihren Denker und Lenker versäumte es die Borussia bei einigen vielversprechenden Kontern mit dem dritten Treffer vorzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Hertha-Keeper Thomas Kraft parierte stark gegen Ibrahima Traore und Jantschke (77./78.), ehe Hazard doch alle Zweifel am Erfolg ausräumte.