Glaubenspräfekt Müller hält Tebartz-van Elsts Rückkehr für möglich

Der Glaubenspräfekt der katholischen Kirche, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hält eine Rückkehr des beurlaubten Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst in sein Amt für möglich.

Glaubenspräfekt Müller hält Tebartz-van Elsts Rückkehr für möglich
Fredrik Von Erichsen Glaubenspräfekt Müller hält Tebartz-van Elsts Rückkehr für möglich

Wenn ihm in Bezug auf seine Pflichten als Bischof nichts vorzuwerfen sei, müsse «die Gerechtigkeit und nicht das Kalkül Vorfahrt» bekommen, sagte Müller dem Magazin «Focus».

Tebartz-van Elst war wegen seines Führungsstils und der hohen Kosten für seinen Bischofssitz seit dem Sommer zunehmend in die Kritik geraten. Papst Franziskus hatte ihn im Oktober beurlaubt, bis die Ergebnisse einer Prüfkommission vorliegen.

Müller sprach dem Limburger Domkapitel ein Mitspracherecht über die Zukunft des umstrittenen Bischofs ab. Jeder Bischof sei «vom Heiligen Geist eingesetzt», sagte er dem «Focus». Kein Gremium könne sich anmaßen und sagen «Der hängt von unserem Vertrauen ab, oder wir wollen ihn nicht mehr haben». Der Bischof sei «kein Angestellter des Domkapitels oder eines anderen Gremiums menschlichen Rechts». Das Domkapitel hatte sich skeptisch zur Rückkehr des Bischofs geäußert und von einer schwer zu behebenden Vertrauenskrise gesprochen.

Einer Zulassung von Wiederverheirateten zur Kommunion erteilte Müller eine Absage. Die Unauflöslichkeit der Ehe sei ein von Gott offenbartes Dogma. Man könne keine Praxis einführen, die die Lehre letztlich für irrelevant erkläre.