Gläubiger beraten über Insolvenzplan für Suhrkamp Verlag

Die Gläubiger des insolventen Suhrkamp Verlags sind am Dienstag zusammengekommen, um über den Sanierungsplan für das traditionsreiche Unternehmen abzustimmen.

Gläubiger beraten über Insolvenzplan für Suhrkamp Verlag
Maurizio Gambarini Gläubiger beraten über Insolvenzplan für Suhrkamp Verlag

Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz nahm an der Versammlung vor dem Amtsgericht Berlin-Charlottenburg persönlich teil. Der mit ihr verfeindete Minderheitsgesellschafter Hans Barlach ließ sich durch seine Anwälte vertreten.

Unseld-Berkéwicz will den Verlag durch die Insolvenz von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umwandeln. Barlach verlöre dadurch weitreichende Mitspracherechte. Auch mehrere Autoren erschienen zur Abstimmung, darunter Durs Grünbein, Andreas Maier und Rainald Goetz.

Insgesamt sind rund 2500 Gläubiger stimmberechtigt. Viele ließen sich gemeinschaftlich von einem Anwalt vertreten. Gegen ein positives Votum kann Barlach unter bestimmten Bedingungen Widerspruch einlegen.