Glücksfall für Kölner Dom: Köpfchen wieder aufgetaucht

Nach mehr als 70 Jahren ist ein im Zweiten Weltkrieg verloren gegangenes Kunstwerk aus dem Kölner Dom wieder aufgetaucht.

Glücksfall für Kölner Dom: Köpfchen wieder aufgetaucht
Robert Boecker Glücksfall für Kölner Dom: Köpfchen wieder aufgetaucht

Der Kopf eines römischen Soldaten aus dem Michaelportal wurde in der vergangenen Woche von einer amerikanischen Kunstberaterin abgegeben, wie die Kölner Dombauhütte am Freitag in Köln mitteilte. Ein junger US-Soldat hatte das abgesprengte Fragment, das den Sturz aus sieben Metern unversehrt überstanden hatte, 1945 aus dem Schutt geborgen und mit nach Washington genommen.

Nach seinem Tod fand sein Sohn das Köpfchen eingeschlossen in einem Schrank. „Glücklicherweise erinnerte er sich, dass sein Vater ihm das Fragment als Kind gezeigt und erwähnt hatte, dass er an der Einnahme der Stadt Köln beteiligt gewesen sei”, sagte der Dombaumeister Peter Füssenich. Der Sohn des US-Soldaten habe sich dann an eine Kunstberaterin gewandt.

Inzwischen ist der Kopf gereinigt worden und soll in den nächsten Wochen an der alten Stelle eingesetzt werden. Die Skulpturen des Michaelportals wurden zwischen 1878 und 1881 gefertigt.