GM meldet Milliardengewinn - Schwarze Null bei Opel in Sicht

Der größte US-Autobauer General Motors profitiert weiter von brummendem SUV-Absatz und guten Geschäften in China.

Trotz insgesamt leicht gesunkener Umsätze blieb der Überschuss im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stabil bei 1,4 Milliarden US-Dollar (1,2 Mrd Euro), wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Die deutsche Tochter Opel kommt auf dem Weg zurück in die schwarzen Zahlen Schritt für Schritt voran.

Die GM-Konzernbilanz wurde stark durch Rechts- und Rückrufkosten im Zusammenhang mit der tödlichen Pannenserie wegen defekter Zündschlösser belastet. Vor Steuern musste das Unternehmen 1,5 Milliarden Dollar dafür aufwenden. Das operative Ergebnis kletterte von 2,3 auf 3,1 Milliarden Dollar. Anleger hatten mit schlechteren Zahlen gerechnet - die Aktie stieg um rund vier Prozent.

«Die Ergebnisse reflektieren die Arbeit, unsere Stärken in den USA und China auszunutzen», erklärte GM-Chefin Mary Barra. Der Umsatz ging zwar um gut ein Prozent auf 38,8 Milliarden Dollar zurück. Analysten hatten aber mit einem größeren Minus gerechnet. Das Nordamerika-Geschäft boomt dank reißendem Absatz von Geländewagen und Pickup-Trucks weiter. Die Schwäche auf dem chinesischen Automarkt steckte der Konzern besser weg als angenommen.

Die operativen Verluste im GM-Europageschäft sanken von Juli bis September von rund 400 Millionen Dollar im Vorjahr auf nun gut 230 Millionen Dollar (etwa 202 Mio Euro). Die Entwicklung stärkte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann in seiner Zuversicht. «Auch im dritten Quartal haben wir unsere finanziellen Ziele erreicht - damit nun zum elften Mal in Folge», schrieb er in einem Rundbrief an die Mitarbeiter.

Neumann bestätigte den Plan, 2016 in die Gewinnzone zurückzukehren: «Wir haben alle Trümpfe in unserer Hand, um dieses Ziel zu erreichen und dabei Absatz und Marktanteil weiter zu steigern.» Insgesamt hat GM in Europa in den ersten neun Monaten 2015 zwar noch Verluste von mehr als einer halben Milliarde Dollar angehäuft. Das ist allerdings nur halb so viel wie im Vorjahr, als die Schließung der Autofertigung in Bochum noch hohe Kosten verursachte.