Google verschiebt neue Darstellung von Verlagsinhalten um zwei Wochen

Google zeigt die Online-Inhalte einiger Verlage etwas länger als geplant ausführlich in seinen Suchergebnissen an.

Google verschiebt neue Darstellung von Verlagsinhalten um zwei Wochen
Karl-Josef Hildenbrand Google verschiebt neue Darstellung von Verlagsinhalten um zwei Wochen

Die Umstellung, bei der Online-Artikel von Verlagen in der VG Media bei der Google-Suche nur noch mit einer verlinkten Überschrift angezeigt werden sollen, ist nun ab dem 23. Oktober vorgesehen - und damit zwei Wochen später als geplant.

Damit kommt die Suchmaschine im Streit um die Bezahlung von Textauszügen im Internet nach dem Leistungsschutzrecht einer Bitte der Verlage nach, die von der VG Media vertreten werden. Ursprünglich wollte Google Textanrisse und Vorschaubilder dieser Verlage seit dem 9. Oktober nicht mehr anzeigen.

«Inzwischen haben uns die in der VG Media organisierten Verlage gebeten, die angekündigte Umstellung etwas zu verschieben», erklärte Google.

Die VG Media erklärte am Freitag, dass Googles Ankündigungen «tatsächliche und rechtliche Bewertungen erfordern», die die meisten Verlage so schnell nicht hätten vornehmen können. Daher habe man um die Fristverlängerung gebeten.

Betroffen sind 170 Verleger-Websites in Deutschland, darunter Angebote von Axel Springer, Burda, Funke, Madsack und M. DuMont Schauberg. Außerdem stehen 20 Sites von TV-Sendern sowie 59 Angebote von Hörfunkstationen auf der Liste der Verwertungsgesellschaft VG Media, die gegen Google vorgehen.

Hintergrund ist der Streit um das Leistungsschutzrecht. Danach können Verlage eine Lizenzgebühr verlangen, wenn ihre Inhalte im Internet verwendet werden. Einzelne Wörter sind davon allerdings ausgenommen.