Google will mit einem Sprachassistenten tief in den Alltag

Google will sich mit einem Sprachassistenten in einem vernetzten Lautsprecher tiefer im Alltag verankern. Das Gerät namens Google Home kann nicht nur auf Sprachbefehl Musik abspielen, sondern auch auf die Google-Suche zugreifen sowie Aufgaben in verbundenen Geräten und Diensten erfüllen.

Google will mit einem Sprachassistenten tief in den Alltag
Andrej Sokolow Google will mit einem Sprachassistenten tief in den Alltag

Man kann zum Beispiel ein Taxi bestellen oder Fragen stellen. Dafür muss das Gerät ständig zuhören, um die Befehle nicht zu verpassen. Mit dem Lautsprecher konkurriert Google direkt mit einem ähnlichen Konzept von Amazon.

Auch insgesamt will Google seine Nutzer verstärkt über den neuen Sprachassistenten erreichen. Mit dem «Google Assistant» solle man sich unterhalten können, erklärte Konzernchef Sundar Pichai am Mittwoch auf der Entwicklerkonferenz Google I/O im kalifornischen Mountain View.

Damit wolle Google nützlicher für seine User werden. «Wir haben ein Jahrzehnt investiert, um die weltbeste Spracherkennung-Technologie zu entwickeln», sagte Pichai. Das war ein Seitenhieb gegen Konkurrenz wie Apples persönliche Assistentin Siri, Microsofts Cortana oder Amazons Technologie Alexa.

Aktuell komme bereits die Hälfte der Google-Suchanfragen von mobilen Geräten und ein Fünftel werde per Spracheingabe gestellt, sagte der Google-Chef. Wenn sich die Google-Suche verstärkt von der klassischen Web-Suchanfrage stärker auf gesprochene Fragen verlagert, könnte das auch Folgen für die Wettbewerbsermittlungen etwa in der EU haben.

Als weitere Neuheit zeigte Google den Messenger Allo, der mit ähnlichen Diensten vor allem von Facebook konkurrieren wird. Auch hier steht die Spracheingabe im Vordergrund.