Grammy Awards: Jubel bei deutschen Preisträgern

Grammy-Jubel auch in Deutschland: Für mehrere Nominierte hat sich die Hoffnung auf den begehrtesten Musikpreis der Welt erfüllt.

Grammy Awards: Jubel bei deutschen Preisträgern
Paul Buck Grammy Awards: Jubel bei deutschen Preisträgern

Die Barockoper «La Descente d’Orphée aux Enfers» (Der Abstieg des Orpheus in die Unterwelt) erhielt den Grammy für die beste Opernaufnahme. Das Werk war von Radio Bremen gemeinsam mit dem Boston Early Music Festival produziert worden. Das Album erschien bei dem niedersächsischen Klassik-Label cpo. Das Label Deutsche Grammophon aus Berlin wurde am Sonntagabend (Ortszeit) für ein Album der US-Violinistin Hilary Hahn für die beste Kammermusikaufführung geehrt.

«Das ist wirklich toll, weil es sich um ein besonderes Projekt handelt», sagte Andreas Kluge, Sprecher der Deutschen Grammophon, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Hilary Hahn hat auf dem Album 27 eigens für sie komponierte Stücke, die sie immer als Zugaben spielt, gesammelt.»

Jubel herrschte auch bei cpo. «Der Preis bedeutet für uns Ehre, Freude und viel Aufmerksamkeit», sagte Produzent Burkhard Schmilgun. «Ein Grammy ist wie der Oscar.»

Das Werk des Boston Early Music Festivals wurde im Juli 2013 im Sendesaal von Radio Bremen eingespielt. Stephen Stubbs, einer der Leiter des Kammerensembles, lebte nach Angaben des Senders lange in Bremen und lehrte an der Hochschule der Künste. Die Tonmeisterin von Radio Bremen, Renate Wolter-Seevers, war bereits zum vierten Mal nominiert. «Dass es nun beim vierten Anlauf endlich geklappt hat, ist ein großartiger Erfolg für eine herausragende und beständig gute Arbeit», erklärte Programmdirektor Jan Weyrauch in einer Mitteilung.

Andere deutsche Nominierte gingen dagegen leer aus - darunter die Berliner Philharmoniker, die für die beste Orchester-Aufführung vorgeschlagen waren. Auch der Osnabrücker DJ Robin Schulz und der ebenfalls aus Niedersachsen stammende Tonstudio-Inhaber Günter Pauler bekamen keine Preise.