Greenpeace-Aktivistin bittet Willem-Alexander um Hilfe

Eine der in Russland festgehaltenen Greenpeace-Aktivisten hat den niederländischen König Willem-Alexander um Hilfe gebeten.

Greenpeace-Aktivistin bittet Willem-Alexander um Hilfe
Friso Gentsch Greenpeace-Aktivistin bittet Willem-Alexander um Hilfe

In einem handgeschriebenen Brief, den das «Algemeen Dagblad» veröffentlichte, bittet die Niederländerin Faiza Oulahsen den König, ihre Lage in Moskau bei Präsident Wladimir Putin anzusprechen.

«Das würden meine Schicksalsgefährten und ich sehr schätzen», schrieb Oulahsen. «Ich hoffe sehr, dass Sie etwas für uns erreichen können.» König Willem-Alexander wird am 8. und 9. November zum Abschluss des Niederlande-Russland-Jahres in Moskau sein.

Die 30 Umweltschützer und Begleiter waren im September bei einer Protestaktion im Nordpolarmeer festgenommen worden. Die Anklage wirft ihnen Rowdytum vor. Ihr unter niederländischer Flagge fahrendes Schiff «Arctic Sunrise» festgesetzt. Die Niederlande haben deswegen das Internationale Seefahrtsgericht in Hamburg angerufen.

Oulahzen beschreibt, dass sie in einer Zelle «isoliert von den anderen» sei. In den ersten drei Wochen lebte sie demnach in einer dreckigen Zelle, mit leckenden Wasserleitungen und Ratten. «Ich hoffe, dass dieser Brief Sie erreicht. Obwohl ich dazu das Recht habe, durfte ich immer noch nicht telefonieren. Ich will gerne mit meiner Familie reden, auch wenn es nur kurz ist.»