Greenpeace in Nöten wegen umstrittener Protestaktion

Der Chef von Greenpeace International, Kumi Naidoo, will in Peru persönlich den von Aktivisten der Umweltorganisation verursachten Imageschaden beheben.

Greenpeace in Nöten wegen umstrittener Protestaktion
Thomas Reinecke (tv News) Greenpeace in Nöten wegen umstrittener Protestaktion

Er befinde sich in der Hauptstadt Lima, um mit den Behörden und der Regierung über eine Klima-Aktion im Sperrbereich der weltbekannten Nazca-Linien zu sprechen, teilte ein Vertreter der Organisation mit. Die Aktion richtete laut peruanischen Behörden «irreparable Schäden» an.

Die Scharrbilder entstanden um 200 bis 800 Jahre vor Christus und gehören zum UN-Weltkulturerbe. Greenpeace brachte zur UN-Klimakonferenz bei einer der historischen Geoglyphen den Schriftzug «Time for Change - The Future is renewable» an. Stefan Krug, Leiter der Politischen Vertretung in Berlin, sagte: «Greenpeace geht es darum, die Wogen zu glätten, die unsere Aktion in Peru erzeugt hat, und verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen.»

Die kilometerlangen Geoglyphen stellen Tier- und geometrische Figuren dar, die vor allem aus der Luft zu erkennen sind. Das Betreten der Nazca-Linien ist verboten. Das Banner wurde nahe des 90 Meter langen Kolibri-Scharrbildes auf den Boden gelegt. Die Behörden beantragten eine Ausreisesperre gegen die betroffenen Aktivisten. Ihnen können lange Haftstrafen drohen.