Griechische Presse bei Einschätzung von Neuwahlen gespalten

Die griechische Presse hat wie erwartet unterschiedlich auf den Rücktritt von Ministerpräsident Alexis Tsipras sowie die angekündigten Neuwahlen am 20. September reagiert.

Aus Sicht der konservativen Zeitung «Kathimerini» lässt Tsipras wegen der Streitigkeiten in seiner Partei Syriza wählen. Er versuche, mit dem linken Parteiflügel abzurechnen. Gleichzeitig wolle er Wahlen, bevor die schmerzhaften Maßnahmen des neuen Sparprogramms griffen. Der griechischen Wirtschaft werde ein Schlag versetzt, heißt es weiter.

Die in Thessaloniki erscheinende Zeitung «Makedonia» titelt: «Tsipras spielt mit den Wahlurnen.» Die Parteizeitung des Linksbündnisses von Tsipras «Avgi» meint hingegen: «Starkes Mandat, für eine starke Regierung, mit einem stabilen Kurs im Einklang mit der Gesellschaft.» Dies seien die Forderungen von Tsipras. Die konservative Zeitung «Eleftheros Typos» titelt: «Bankrott(erklärung) von Tsipras». Statt zu regieren, proklamiere er Wahlen.