Griechische Regierung will sechs Monate Schonfrist

Die griechische Regierung will nicht bis Freitag entscheiden müssen, ob sie eines der bisherigen Angebote der Eurogruppe annimmt.

«Wir haben ein konkretes, detailliertes Programm; und wir haben geschätzt, dass wir sechs Monate brauchen werden, um es mit unseren europäischen Partnern zu diskutieren», sagte Theodoros Paraskevopoulos, Wirtschaftsberater von Regierungschef Tsipras. In Bezug auf die Verhandlungen mit der Eurogruppe herrsche auch Einigkeit mit dem rechten Koalitionspartner.

Der griechische Ökonom kritisierte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der gesagt hatte, ihm täten die Griechen leid, die eine Regierung gewählt hätten, «die sich im Augenblick ziemlich verantwortungslos verhält». Paraskevopoulos sagte, in Griechenland habe es Kinder gegeben, die ohne Frühstück zur Schule hätten gehen müssten und Familien, die ohne Strom gelebt hätten: «Darüber verhandeln wir nicht».

Am Montag waren erneut Verhandlungen zwischen Griechenland und den Euro-Partnerländern gescheitert, nachdem Athen eine Verlängerung des Hilfsprogramms zu den alten Bedingungen abgelehnt hatte. Die Finanzminister haben den Griechen nun eine Frist bis Freitag gesetzt.