Grüne: Aus für Gaskraftwerk Irsching ist «Armutszeugnis»

Die Grünen haben das von den Betreibern beschlossene Aus des hochmodernen Gaskraftwerks Irsching in Bayern als Rückschlag für die Energiewende bezeichnet.

Es sei ein fatales Signal, wenn solche Anlagen geschlossen werden, weil sie nach Angaben der Betreiber nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden könnten, sagte Grünen-Chefin Simone Peter.

Damit sei die Strategie, auf Klimaschutz zu setzen, grandios gescheitert. «Es ist ein Armutszeugnis, dass ausgerechnet CO2-arme Technologien hier an die wirtschaftlichen Grenzen kommen, während alte Kohlekraft-Klimakiller weiter am Netz bleiben.»

Die Blöcke Irsching 4 und 5 sollen zum 1. April 2016 vom Netz genommen werden. Hintergrund ist die «die mangelnde Perspektive für einen wirtschaftlichen Betrieb». Die Betreiber verweisen auf steigende Mengen subventionierten Stroms aus erneuerbaren Energien und niedrige Großhandelspreise für Strom.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat in Aussicht gestellt, dass die Bundesnetzagentur der Stilllegung widersprechen wird, sollte Irsching als wichtig für die Netz-Stabilität eingestuft werden.