Grüne stellen Energie ins Zentrum des Wahlkampfs

Knapp drei Wochen vor der Bundestagswahl stellen die Grünen die Energiewende ins Zentrum ihres Wahlkampfes.

Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin nannte es am Montag in Berlin die größte Herausforderung, «Deutschland unabhängig zu machen von dem Import fossiler Rohstoffe, der Nutzung ebenfalls importierten Urans».

Verbraucher sollten um vier Milliarden Euro entlastet werden, indem Industrie-Befreiungen bei Netzentgelten und Ökostromumlage wegfallen. «Wir sind sicher, dass das nur funktioniert, wenn man die zentrale Kompetenz für die Energiewende in grüne Verantwortung bringt», sagte Trittin.

Im Entwurf für ein 100-Tage-Programm für den Fall eines Wahlsiegs fordern die Grünen deswegen ein Energiewendeministerium. Der Entwurf soll an diesem Samstag auf einem kleinen Parteitag in Bamberg verabschiedet werden.