Grüne stürzen in Umfrage auf neun Prozent

Die Grünen sind in einer Umfrage erstmals seit langem auf unter zehn Prozent abgestürzt. Im Wahltrend des Magazins «Stern» und des Senders RTL verloren sie zwei Punkte und kamen nur noch auf neun Prozent.

Die SPD legte um zwei Punkte auf 25 Prozent zu. Die Linke stieg auf 10 Prozent. Schwarz-Gelb liegt demnach unverändert mit 45 Prozent hauchdünn vor der Opposition, die auf 44 Prozent kommt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin reagierte gelassen. «Ich bin mir sicher, dass wir am 22. September ein deutlich besseres Ergebnis bekommen werden», sagte Trittin dem «Mannheimer Morgen» (Donnerstag). Trittin glaubt nicht, dass die Steuerpläne seiner Partei den Grünen schaden: «90 Prozent der Menschen in Deutschland werden durch die grünen Steuer-Pläne entlastet. Warum sollen die uns nicht wählen?»

Der Grünen-Verkehrspolitiker Anton Hofreiter sagte dem Internetportal «Handelsblatt Online»: «Wir haben uns vor zwei Jahren durch die Umfragewerte nicht verrückt machen lassen und bleiben auch jetzt auf dem Teppich.»

Wenig Bewegung gab es in der Forsa-Umfrage im Regierungslager. Die CDU/CSU verlor einen Punkt und kam auf 39 Prozent. Die FDP gewann dafür einen Punkt und steht nun bei 6 Prozent. Die euro-kritische «Alternative für Deutschland» fällt um einen Punkt auf 3 Prozent. Ebenfalls bei 3 Prozent liegt die Piratenpartei. 28 Prozent der Bürger wollen laut Forsa nicht an der Wahl teilnehmen oder sind noch unentschlossen. Nach dem TV-Duell haben sich auch die persönlichen Werte von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verbessert, die von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) - auf hohem Niveau - verschlechtert.