Grüne wollen Agrarwende

Die Grünen wollen mit einer grundlegenden Wende in der Agrarpolitik für sichere Lebensmittel sorgen sowie Tierschutz und Klimaschutz voranbringen.

Grüne wollen Agrarwende
Jens Büttner Grüne wollen Agrarwende

«Die Agrarwende hat ökologisch eine ähnliche Bedeutung wie die Energiewende», sagte Fraktionschef Anton Hofreiter auf dem Bundesparteitag am Samstag in Hamburg. Ein Drittel der klimaschädlichen Treihausgase stamme aus der industriellen Landwirtschaft, sagte Hofreiter, der nach seiner Rede stürmischen Beifall erhielt.

Er verurteilte Massentierhaltung und den Import von gentechnisch verändertem Soja als Futtermittel aus Südamerika. «Das muss verboten werden», sagte der Grünen-Politiker. Der großen Koalition aus Union und SPD warf er vor, sich der Agrarlobby zu beugen.

Im zentralen Antrag, der dem Parteitag zur Abstimmung vorlag, heißt es: «Was ich esse und was nicht, entscheide ich selbst nach meinem Geschmack. Aber für sichere Lebensmittel und für transparente Informationen sorgen muss die Politik.» Hofreiter betonte, es gehe nicht nur um einen Ausbau der ökologischen Landwirtschaft, sondern auch um strengere Regeln für die konventionelle Agrarwirtschaft.

«Gutes Essen, gute Ernährung, gute Landwirtschaft» sind nach den Worten von Bundesgeschäftsführer Michael Kellner die Ziele der grünen Agrarpolitik. «Wir wollen uns zum Anwalt der Verbraucher machen», sagte Kellner.