Grünen-Spitze macht Weg für personellen Neuanfang frei

Bei den Grünen stellt nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl das gesamte Führungspersonal seine Ämter geschlossen zur Verfügung.

Der sechsköpfige Bundesvorstand und der 16-köpfige Parteirat würden beim nächsten Parteitag im Herbst vorzeitig neu gewählt, kündigten die Parteivorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir an. So solle nach der Wahlniederlage vom Sonntag eine Neuaufstellung mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 ermöglicht werden.

Özdemir ließ durchblicken, dass er sich vorstellen kann, wieder als Parteichef anzutreten. Roth sagte, sie habe sich entschieden, wolle das aber erst in der Partei sagen. Fraktionschef Jürgen Trittin ließ offen, ob er für das Spitzenamt in der Fraktion wieder antreten will. «Ich möchte der Diskussion der wiedergewählten Abgeordneten nicht vorgreifen.» Auch Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt ließ sich bei ihren persönlichen Plänen nicht in die Karten gucken.