Großinvestor Icahn mischt sich erneut bei Apple ein

Apples unbequemer Großinvestor Carl Icahn startet einen neuen Angriff auf die Bargeld-Reserven des iPhone-Riesen.

Großinvestor Icahn mischt sich erneut bei Apple ein
epa Gombert Großinvestor Icahn mischt sich erneut bei Apple ein

In einem offenen Brief an Konzernchef Tim Cook forderte Icahn am Donnerstag eine Ausweitung der Aktienrückkäufe. Die Börse reagierte relativ gelassen. Apples Anteilsscheine notierten vorbörslich leicht im Plus.

Seine Forderung trug Icahn mit einer Charme-Offensive vor: Cook und sein Team lieferten exzellente Arbeit, Anleger würden das jedoch nicht ausreichend schätzen, deshalb sei Apple an der Börse unterbewertet. Um den Kurs auf ein angemessenes Niveau zu hieven, solle das Unternehmen mehr eigene Aktien zurückkaufen.

Icahn war 2013 in größerem Stil bei Apple eingestiegen und hatte dann lautstark nach einer Ausweitung der Aktienrückkäufe verlangt. Im Februar gab er vorerst Ruhe. Zur Wochenmitte hatte der Investor dann einen «interessanten Brief» an Apple-CEO Cook angekündigt.

Zuletzt konnte Icahn einen Triumph durch die von ihm geforderte Trennung Ebays von der Tochter PayPal verbuchen, gegen die sich der Konzern lange gesträubt hatte. Der Online-Bezahldienst PayPal soll im kommenden Jahr an die Börse gebracht werden.