Großaktionär verkauft Kuka-Anteile an chinesische Investoren

Chinesische Investoren sind der geplanten Übernahme des deutschen Roboterbauers Kuka AG einen großen Schritt näher gekommen. Der deutsche Technologiekonzern und Kuka-Großaktionär Voith wird nach eigenen Angaben seine Kuka-Anteile an den chinesischen Investor Midea verkaufen.

Großaktionär verkauft Kuka-Anteile an chinesische Investoren
Oliver Berg Großaktionär verkauft Kuka-Anteile an chinesische Investoren

Die Gesellschafter hätten nach sorgfältiger und umfassender Prüfung bereits am Freitag einstimmig beschlossen, den Kuka-Anteil von 25,1 Prozent in das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot von Midea einzubringen, teilte Voith am Sonntag mit.

Der Konzern rechne mit einer Erlössumme von 1,2 Milliarden Euro. Damit habe sich der Wert der Beteiligung binnen rund andertahlb Jahren mehr als verdoppelt. «Unser Einstieg bei Kuka hat sich strategisch als ein großer Erfolg erwiesen», sagte Voith-Chef Hubert Lienhard. «Ich bin davon überzeugt, dass Voith einer der Gewinner dieses Übernahmeangebots ist.» Voith ist ein Familienunternehmen mit Stammsitz in Heidenheim.

Der Kuka-Vorstand hat bereits in der Vergangenheit mit Midea einen bis Ende 2023 gültigen Investorenvertrag geschlossen und seinen Aktionären einen Verkauf an Midea empfohlen. Kritiker befürchten wegen des Midea-Angebots den Ausverkauf von deutschen Interessen. Eine Alternativofferte deutscher Unternehmen gibt es aber bislang nicht.