Göttinger Geografie-Professor bei Erdbeben getötet

Der international renommierte 67-jährige deutsche Geografie-Professor und Eiszeitforscher erlag nach Informationen der Hochschule seinen schweren Verletzungen.

Den übrigen Teilnehmern der Exkursion - 15 Studierenden und einem weiteren Wissenschaftler - gehe es «den Umständen entsprechend gut», sagte Hochschulsprecher Thomas Richter. Direkten telefonischen Kontakt zu der Gruppe habe die Universität bisher nicht bekommen können. An die Informationen sei die Hochschule mit Hilfe des Reiseveranstalters gelangt. Zu den genauen Umständen, unter denen der Geografie-Professor ums Leben gekommen ist, könne er deshalb auch noch keine Angaben machen, sagte Richter.

Die Göttinger befanden sich auf einer geografischen Exkursion nordwestlich von Katmandu, als sie von dem Erdbeben überrascht wurden. Einige der Studierenden seien bei dem Unglück auf dem Weg vom Tsum Valley nach Arughat Bazar leicht verletzt worden, sagte Richter.

Derzeit befänden sich die überlebenden Mitglieder der Gruppe in Arughat Bazar in Sicherheit. Sie sollen voraussichtlich noch am Dienstag nach Katmandu gebracht werden, sagte der Hochschulsprecher. Er hoffe, dass sie dann am Mittwoch den Heimflug nach Deutschland antreten können. Die Gruppe war Anfang April in den Himalaya aufgebrochen. Die Rückkehr war für den 29. April geplant.

Der ums Leben gekommene Wissenschaftler galt als herausragender Kenner des Himalaya. Er war in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Dutzend Mal zu Forschungsreisen in dem Hochgebirge unterwegs. Sein besonderes Interesse galt der Entstehung und den Folgen von Eiszeiten.