Gute Geschäftszahlen beflügeln den Dax

Gute Geschäftszahlen von Unternehmen haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag angetrieben.

Hinzu kam die Hoffnung auf weitere EZB-Konjunkturhilfen. Nicht einmal durchwachsende Konjunkturdaten aus China konnten den Börsianern letztlich die Laune verderben.

Der Dax drehte nach einem schwachen Start schnell ins Plus und baute seine Gewinne aus - am Nachmittag zeigte er sich 1,06 Prozent im Plus bei 8809,92 Punkten. Die Vortagsverluste machte er damit großteils wett. Der deutsche Leitindex fuhr bereits in der Vorwoche einen Zickzack-Kurs.

Die anderen Aktienindizes zeigten am Dienstag ebenfalls eine starke Entwicklung: Für den MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen ging es um 1,50 Prozent auf 15 291,56 Punkte bergauf, während der TecDax der Technologiefirmen um 1,60 Prozent auf 1178,51 Punkte zulegte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 1,26 Prozent.

Nach einem Medienbericht denkt die Europäische Zentralbank (EZB) nun auch über den Erwerb von Unternehmensanleihen nach. Es liefen hierfür in der Notenbank erste Vorbereitungen, hieß es. Erst am Montag hatte die EZB den Beginn der Käufe von Pfandbriefen (Covered Bonds) bestätigt. Mit dem geplanten Kauf von gebündelten Krediten (ABS) soll nach Angaben von EZB-Chef Mario Draghi im Verlauf des vierten Quartals begonnen werden.

Bei Einzelwerten sorgten die Resultate amerikanischer Branchenkollegen für Bewegung: Infineon-Aktien gewannen 2,29 Prozent. Sie profitierten laut einem Händler von guten Quartalszahlen des US-Chipherstellers Texas Instruments. Bislang hatte die Sorge geherrscht, dass die Nachfrage nach Chips zurückgeht.

Den Kurssprung von 5,26 Prozent bei Dialog Semiconductor erklärten Experten mit starken Ergebnissen von Apple. Der deutsche Halbleiterspezialist gilt als Zulieferer des iPhone-Herstellers.

Die BMW-Stammaktien schüttelten im Laufe des Tages ihre Verluste ab und stiegen zuletzt um 0,88 Prozent. Bis zum Mittag hatten sie laut Aussagen aus dem Markt noch unter dem Verkauf eines Pakets an Vorzugsaktien durch einen Vermögensverwalter gelitten.

Am Morgen hatten noch anhaltende Konjunktursorgen den Markt nach unten gerissen. So ist der chinesische Konjunkturmotor ins Stottern geraten. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde wuchs im dritten Quartal mit plus 7,3 Prozent zwar etwas stärker als von Analysten erwartet, aber so langsam wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,70 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,41 Prozent auf 138,50 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,25 Prozent auf 150,44 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2762 (Montag: 1,2773) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7836 (0,7829) Euro.