Gutes Geschäft treibt Beiersdorf an

Der Nivea-Konzern Beiersdorf hat seine Umsatzprognose für 2013 wegen der guten Geschäftsentwicklung angehoben. Das Unternehmen rechne nun mit einem Plus von insgesamt sechs bis sieben Prozent, teilte Beiersdorf mit.

Gutes Geschäft treibt Beiersdorf an
Christian Charisius Gutes Geschäft treibt Beiersdorf an

Bisher war der Konzern von fünf bis sechs Prozent ausgegangen. Bei der Umsatzrendite - bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) - erwarte man nun rund 13 Prozent, nach zuvor 12 bis 13 Prozent.

Die angehobene Prognose spiegelt die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten wider. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte der Konzernumsatz organisch um 7,3 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro zu. Wegen des stärkeren Euro liegt das nominale Umsatzwachstum mit 2,4 Prozent niedriger. Die Ebit-Umsatzrendite stieg auf 13,9 Prozent.

«Durch eine klare, disziplinierte Markenstrategie und erfolgreiche Investitionen ist es uns gelungen, den Umsatz und das Ergebnis signifikant zu steigern», sagte Vorstandschef Stefan F. Heidenreich, der seit dem Frühjahr 2012 an der Spitze des Kosmetikherstellers steht. «In vielen Ländern haben wir Marktanteile dazugewonnen.»

Heidenreich setzt in seinem Strategiekonzept «Blue Agenda» auf eine Stärkung der Marken, Innovationen und den Ausbau der Marktposition in Schwellenländern sowie in den europäischen Heimatmärkten. Diese Strategie funktioniere und werde weiterhin gelten, sagte er bei einer Telefonkonferenz.

Als herausragende Innovation hob der Vorstandschef ein Duschprodukt hervor, das gleichzeitig als Bodylotion dient und auf den Märkten eingeschlagen habe. Auch bei Deos und der Gesichtspflege habe Beiersdorf mit neuen Produkten gepunktet, sagte Heidenreich: «Bei den Handelspartnern und den Verbrauchern sind unsere Marken wieder begehrt.»

In den ersten neun Monaten konnte Beiersdorf den Umsatz auch in den «reifen» und besonders umkämpften westeuropäischen Märkten insgesamt halten und in Deutschland sogar wieder einmal wachsen. Rund die Hälfte des Umsatzes erzielt der Konzern in den Wachstumsregionen außerhalb Europas. Dabei erreicht er zum Teil beträchtliche Steigerungen, zum Beispiel 15,5 Prozent in Lateinamerika oder 18,9 Prozent in Afrika, Asien und Australien.