Ägyptens Islamgelehrte verurteilen neue «Charlie-Hebdo»-Ausgabe

Ägyptische Islamgelehrte haben die erste Ausgabe des französischen Magazins «Charlie Hebdo» nach dem Terroranschlag von vor einer Woche scharf kritisiert.

Die wichtige religiöse Einrichtung Dar al-Ifta («Haus der Rechtsprechung») in Kairo wertete die Veröffentlichung neuer Karikaturen des Propheten Mohammed als «rassistischen Akt».

Diese «ungerechtfertigte Provokation von 1,5 Milliarden Muslimen weltweit» werde eine neue Welle des Hasses in der französischen und in westlichen Gesellschaften auslösen. Das sei nicht förderlich für das Zusammenleben und den Dialog, um den Muslime sich bemühten.

Die neue «Charlie Hebdo» kommt in Frankreich an diesem Mittwoch heraus. Das vorab veröffentlichte Titelbild des Magazins zeigt eine Zeichnung des Propheten, der trauernd ein Schild mit der Aufschrift «Je suis Charlie» (deutsch: Ich bin Charlie) in den Händen hält. Über der Zeichnung steht in großen Buchstaben «Tout est pardonné» (deutsch: Alles ist vergeben).

Dar al-Ifta gilt als eine der höchsten religiösen Einrichtungen Ägyptens. Seine Rechtsgutachten (Fatwas) gelten weltweit als Leitfäden für sunnitische Muslime.