Starke deutsche Rasen-Auftritte in Halle

Knapp zwei Wochen vor Wimbledon haben die deutschen Tennisprofis beim Rasenturnier in Halle überzeugende Auftaktsiege gefeiert.

Starke deutsche Rasen-Auftritte in Halle
Maja Hitij Starke deutsche Rasen-Auftritte in Halle

Routinier Florian Mayer, Publikumsliebling Dustin Brown und Teenager Alexander Zverev erreichten das Achtelfinale der mit 1,7 Millionen Euro dotierten Vorbereitungs-Veranstaltung auf den Rasenklassiker in London.

Zverev setzte sich gegen den finnischen Linkshänder Jarkko Nieminen nach einer überzeugenden Vorstellung mit 6:4, 6:4 durch. Der mit einer Wildcard ausgestattete 18 Jahre alte Hamburger trifft bei seinem Halle-Debüt jetzt auf den Kroaten Ivo Karlovic oder Santiago Giraldo aus Kolumbien. Nach 1:09 Stunden verwandelte der jüngste Spieler im Hauptfeld seinen ersten Matchball gegen den Qualifikanten.

Tommy Haas als ältester Turnier-Teilnehmer greift erst am 16. Juni in das Geschehen ein. Nach seinem Comeback in Stuttgart in der vergangenen Woche bekommt es der 37-Jährige im dritten Match des Tages mit dem Italiener Andreas Seppi zu tun.

«Ein sehr gefährlicher Gegner, der solide spielt, den Ball sehr flach hält, der dir wenig Tempo gibt», sagte Haas über seinen Auftaktgegner, der Anfang des Jahres bei den Australian Open mit seinem Sieg gegen Roger Federer für Schlagzeilen gesorgt hatte. «Das wird eine harte, harte Nuss. Und ich hoffe, dass die Schulter hält und durchhält», betonte Haas, der nach seiner mehr als einjährigen Verletzungspause und der vierten Schulteroperation seiner Karriere mit einem sogenannten Protected Ranking an den Start geht.

Auch Mayer steht dank der Regelung, wonach lange verletzte Spieler nach ihrer Pause bei ausgewählten Turnieren mit ihrer alten Weltranglistenposition teilnehmen können, im Hauptfeld der Gerry Weber Open. Der 31-Jährige aus Bayreuth entschied das deutsche Erstrunden-Duell mit Jan-Lennard Struff 6:2, 0:6, 7:6 (7:4) für sich.

Der nach langer Leidenszeit auf Platz 487 der Weltrangliste abgestürzte Bayer trifft nun auf den an Nummer sieben gesetzten Australier Bernard Tomic oder Steve Johnson aus den USA. «Das sind beides gute Spieler auf Rasen, aber zum Glück nicht Roger Federer», sagte der zweimalige Wimbledon-Viertelfinalist. «Ich denke, dass ich durchaus wettbewerbsfähig bin und meine Chancen kriegen werde.»

Brown gewann gegen den Österreicher Andreas Haider-Maurer 7:5, 6:2 und spielt im Kampf um den Einzug in die Runde der besten Acht gegen den an Nummer zwei gesetzten Japaner Kei Nishikori oder den aufstrebenden Österreicher Dominic Thiem.