Haltern am See weiht Gedenkstätte für Absturzopfer ein

Die Stadt Haltern am See weiht heute eine Gedenkstätte für die Opfer des Germanwings-Absturzes ein. 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Halterner Josef-König-Gymnasiums waren bei der Katastrophe im März ums Leben gekommen.

Haltern am See weiht Gedenkstätte für Absturzopfer ein
Marcel Kusch Haltern am See weiht Gedenkstätte für Absturzopfer ein

Die Gedenkstätte liegt auf dem städtischen Friedhof am Stadtrand. Die Pfarrer der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden werden die Gedenkstätte einsegnen. Fünf Familien der Absturzopfer hatten sich entschieden, ihre Kinder direkt nebenan zu beerdigen.

Die Rasenfläche ist von Hecken umsäumt und die Gestaltung erinnert an ein Klassenzimmer. 16 in Reihen gepflanzte Zierapfelbäume stellen den Klassenverband dar. Vorne stehen zwei Bäume - wie Lehrerinnen an der Tafel. Der große Gedenkstein erinnert an ein Pult. Die Gravur zeigt ein schlichtes Kreuz über den Namen der Toten, darunter eine schwarze Trauerschleife mit der Flugnummer 4U9525. Das Symbol ging nach dem Absturz um die Welt.

Am 24. März 2015 war Flug 4U9525 in den französischen Alpen zerschellt. Der Co-Pilot hatte die Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf nach Ansicht der Ermittler absichtlich auf Crashkurs gesteuert. Zu den 150 Toten gehörten auch die Schüler und Lehrerinnen, die zu einem Austausch in Spanien waren.