Haltern erinnert zum Schulbeginn an Germanwings-Absturzopfer

Schüler, Lehrer und Angehörige haben in Haltern am See in zwei Gottesdiensten der Opfer des Germanwings-Absturzes vor gut einem Jahr gedacht.

Haltern erinnert zum Schulbeginn an Germanwings-Absturzopfer
Marcel Kusch Haltern erinnert zum Schulbeginn an Germanwings-Absturzopfer

Im Mittelpunkt der Gedenkfeiern standen die 16 Schüler sowie die beiden Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums, die bei dem Absturz in den französischen Alpen ums Leben gekommen waren.

An dem ökumenischen Gottesdienst in der Sixtus-Kirche nahmen rund 1000 Menschen teil, darunter auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne).

Die Gottesdienste fanden am Montag statt, weil der eigentliche Jahrestag der Katastrophe, der 24. März, in den nordrhein-westfälischen Osterferien lag. In der Marienkirche von Haltern gab es einen Gottesdienst für die Jahrgänge 5 bis 7. Die höheren Jahrgänge und zahlreiche Angehörige versammelten sich in der Sixtus-Kirche.

Vor dem Altar standen brennende Kerzen, auf die die Vornamen aller 18 Opfer aus Haltern geschrieben waren. Hinter den Kerzen lag eine große, von einer Kunst-AG der Schule gestaltete offene Hand, auf die alle 18 Namen geschrieben waren. Zu dem Bibelwort «Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände» wurden im Gottesdienst dann die Namen aller 18 Opfer genannt.

In einem «Tränengebet» ging es um die vielen Tränen der Trauer. Zur Veranschaulichung ließen Schülerinnen Krüge mit Wasser in einen großen Krug laufen. «So viel Leben, das noch hätte gelebt werden müssen. Auch darum werden wir noch viele Tränen weinen», hieß es in dem Gebet.