Hambüchen patzt am Reck - Team bei WM im Finale

Fabian Hambüchen hat am Samstag bei den Turn-Weltmeisterschaften in Nanning das Finale am Reck verpasst. Der 26 Jahre alte Olympia-Zweite patzte beim Adler mit ganzer Drehung, den er nicht in den Handstand brachte, und musste kräftige Punktabzüge hinnehmen.

14,366 Zähler waren für den Wetzlarer eine Enttäuschung. Damit erreichte erstmals seit elf Jahren kein deutscher Turner ein WM-Gerätefinale. Trösten durfte sich der Wetzlarer mit dem Einzug in das Mehrkampf-Finale. Nach drei Geräten noch auf Platz drei warf ihn der Reck-Fehler allerdings zurück, so dass es am Ende mit 87,731 Punkten nur zu Vorkampf-Rang 16 reichte. Auch Andreas Toba aus Hannover erreichte den Endkampf der besten 24. Überragender Turner der zweitägigen Qualifikation war der viermalige Allround-Weltmeister Kohei Uchimura aus Japan mit 92,165 Punkten.

In der Mannschaftswertung überraschte die durch den Kreuzbandriss von Marcel Nguyen und zwei weitere Verletzungsausfälle gehandicapte deutsche Riege mit Platz sechs (348,643) und zog in das Teamfinale ein. Bestes Vorkampf-Team war Titelverteidiger China, der mit fünf WM-Neulingen auf 362,698 Punkte kam und die starken Japaner (361,609 Punkte) auf Rang zwei verwies.