Behörde: Container und Zelte für Flüchtlinge werden knapp

Der wachsende Bedarf an Flüchtlingsunterkünften lässt nach Hamburger Behördenangaben Container und Zelte bundesweit knapp werden. Es herrsche «im gesamten Bundesgebiet eine extreme Nachfrage» mit entsprechend hohen Preisen.

Das sagte Innensenator Michael Neumann (SPD) dem «Hamburger Abendblatt». Einschätzungen aus Berlin und München bestätigen eine hohe Nachfrage, allerdings nicht einen derart akuten Engpass.

Hamburg hatte vergangene Woche unter Protest von Anwohnern eine Zeltstadt im Stadtteil Jenfeld für Flüchtlinge aufgebaut und plant laut Neumann Containerdörfer für bis zu 3000 Flüchtlinge. Nach Angaben von Innenstaatsrat Bernd Krösser kommen derzeit jeden Tag zwischen 200 bis 300 Flüchtlinge nach Hamburg. Zwar erklärte das Deutsche Rote Kreuz Hamburg, dass der Vorrat der Hilfsorganisation an Zelten nun erschöpft sei. Problematisch sei dies jedoch nicht, neue würden nachgekauft.

Auch bei Containern ergab eine stichprobenartige Umfrage keine Erkenntnisse über einen akuten Engpass. So erklärte etwa einer der großen Anbieter, Zeppelin in Garching bei München, dass die Nachfrage nach Wohncontainern durchaus anziehe und ein gestiegener Platzbedarf von Kindertagesstätten und Schulen hinzukomme. Doch «derzeit können wir die Nachfrage noch bedienen», sagte eine Sprecherin.

Auch in Berlin gebe es keine Lieferengpässe, sagte eine Sprecherin der Sozialverwaltung. Die Hauptstadt habe als eine der ersten Kommunen Container bestellt - und werde deshalb jetzt entsprechend bedient.

Ein norddeutscher Containerdienstleister, der namentlich nicht erwähnt werden wollte, sagte auf Anfrage, dass er bis Jahresende bis zu 1000 Container liefern könne. Allerdings müsse die Stadt rasch ordern, da die Nachfrage tatsächlich hoch sei.