Große Trauerfeier für James Last in Hamburg

Etwa 1000 Menschen haben im Hamburger Michel am Mittwoch Abschied von Bandleader-Legende James Last genommen.

500 Freunde und Weggefährten, darunter Talkmaster Alfred Biolek, Komiker Otto Waalkes oder Sängerin Katja Ebstein, und etwa genauso viele Fans kamen in die Kirche, um dem Erfinder des «Happy Sound» und Meister des «Easy Listening» die letzte Ehre zu erweisen.

Der Bandleader, Arrangeur und Komponist war am 9. Juni im Alter von 86 Jahren in den USA gestorben. Er wurde in Bremen geboren und lebte später meist in Florida. Seit Jahrzehnten hatte er aber auch eine Wohnung in Hamburg.

Der Hauptpastor der St. Michaelis Gemeinde, Alexander Röder, nannte Lasts Leben in seiner Predigt eine großartige Tournee - «eine Tournee in der Gemeinschaft vieler geliebter Menschen». Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) würdigte den Musiker als «hanseatischen Weltbürger». Der Chef von Lasts Plattenfirma Universal, Frank Briegmann, nannte Last ein «musikalisches Genie», dessen Schaffenskraft und Kreativität noch für mindestens zwei Leben gereicht hätte.

Die bewegende Gedenkfeier war geprägt von Musik. Ein Streichquartett mit Musikern aus Lasts Orchester spielte «Yesterday» von den Beatles und der Pianist Joe Dorff sang «I Believe I Can Fly» von R. Kelly. Zum Abschluss der 75-minütigen Feier sang Sängerin Ingrid Y. Arthur «Amazing Grace». Der Altarraum war mit Blumen und einem Bild von Last geschmückt, das ihn in einem Hemd mit bunten Gitarren zeigt.

Die Beisetzung des Ausnahmemusikers war bereits am 25. Juni im engsten Familien- und Freundeskreis. Last wurde in dem Familiengrab auf dem Friedhof Hamburg-Ohlsdorf beigesetzt.

James Last war der erfolgreichste deutsche Bandleader nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit zahllosen verkauften Tonträgern, 17 Platin-Schallplatten und 208 Goldenen gilt er als einer der erfolgreichsten Musiker überhaupt.