Hamilton dominiert Malaysia-Training trotz Problemen

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat im Training zum Großen Preis von Malaysia trotz technischer Probleme die Tagesbestzeit erzielt. Der Formel-1-Weltmeister blieb in Sepang in 1:39,790 Minuten als einziger unter der 100-Sekunden-Marke.

Am Vormittag konnte der Brite wegen eines Defektes am Motor keine volle Runde fahren und musste seinen Silberpfeil nach einer halben Stunde abstellen.

Hamiltons Teamkollege Nico Rosberg schaffte im ersten Durchgang in 1:40,124 Minuten die Bestzeit. Im zweiten Training landete der gebürtige Wiesbadener bei Temperaturen um die 34 Grad auf Rang drei.

Ferrari-Neuling Sebastian Vettel blieb deutlich hinter seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen. Während der Finne in beiden Einheiten mit identischen 0,373 Sekunden Rückstand Platz zwei belegte, war der vierfache Weltmeister aus Heppenheim jeweils rund eine halbe Sekunde langsamer als Räikkönen. Vettel fiel nach dem dritten Platz zum Auftakt auf Rang sieben am Nachmittag zurück.

Nico Hülkenberg fuhr der Spitze auf dem Sepang International Circuit weit hinterher. Der Force-India-Pilot aus Emmerich wies als zweimaliger 15. jeweils über zweieinhalb Sekunden Rückstand auf.

Für Auftaktsieger Hamilton begann der zweite Saison-Grand Prix wenig verheißungsvoll. Der Brite musste seinen Mercedes wegen eines Motorproblems kurz hinter einer Schikane abstellen. «Es ist etwas passiert, ich habe Power verloren», teilte Hamilton den Ingenieuren per Boxenfunk mit. Streckenposten schoben den Silberpfeil in die Auslaufzone. Ein Kran hob das Auto auf einen Transporter, der es in die Garage zurückfuhr.

Das zweite Training konnte der Vorjahressieger erst mit Verspätung beginnen. Wegen erneuter Probleme, unter anderem mit der Telemetrie, kam Hamilton auf dem 5,543 Kilometer langen Kurs nur auf 16 Runden.

Fernando Alonso fuhr bei seiner Premiere für McLaren-Honda auf die Positionen 14 und 16. Der Spanier hatte den Saisonstart in Melbourne vor zwei Wochen wegen der Folgen einer schweren Gehirnerschütterung bei Testfahrten verpasst. Nach abschließenden Untersuchungen erteilten die Ärzte des Internationalen Automobil-Verbands FIA dem zweifachen Champion grünes Licht für das Sepang-Rennen.

Das Manor-Team landete bei seinem Debüt erwartungsgemäß weit abgeschlagen auf den letzten Plätzen. Der Brite Will Stevens und der Spanier Roberto Merhi mussten in Melbourne zuschauen, weil das Auto nicht einsatzbereit war.