Handwerk nach starkem Vorjahr im Minus

Das deutsche Handwerk lässt nach dem Rekordjahr 2011 Federn. Im zweiten Quartal 2012 lagen die Umsätze um 3,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Dabei sei die Entwicklung in allen sieben Gewerbegruppen des Handwerks negativ. Allerdings schaffte die Branche trotz der schwächeren Geschäfte einige neue Arbeitsplätze: Ende Juni waren nach Angaben der Statistiker 0,1 Prozent mehr Personen in der Branche beschäftigt als Ende Juni 2011. Nach Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) waren 2011 in gut einer Millionen Handwerks-Betrieben 5,16 Millionen Menschen beschäftigt.

Die größten Umsatzeinbußen gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichneten nach den Angaben des Statistikamtes das Bauhauptgewerbe (- 4,3 Prozent) und das Kraftfahrzeuggewerbe (- 4,1 Prozent). Ein Grund für diese Entwicklung sei das relativ hohe Vorjahresniveau: 2011 hatten die Umsätze im Handwerk insgesamt um 7,1 Prozent zugelegt und damit so stark wie zuletzt in den Boomjahren nach der Wiedervereinigung. Zudem hatte das Berichtsquartal einen Arbeitstag weniger als das Vorjahresquartal.